Sichere Schulwege: RVDU lehnt Einbahnstraßen-Beschluss ab
Vorbeifahrende Autos räumen Schulkindern beim Überqueren von Straßen selbst in der Nähe von Schulen oft keinen Vorrang ein. Darunter sind auch "Elterntaxis". (Foto: Symbolbild, KI-generiert)
Aktualisiert 27. März 2026
Umwege für Anwohner * Teilweise mehr Sicherheit, aber auch neue Risken für Schulkinder * Weiter freie Fahrt für „Elterntaxis“
Seit Jahrzehnten wird über die Schulwegsicherheit rund um die Straße "An der Golzheimer Heide" diskutiert. Jetzt hat die Bezirksverwaltung 6 ohne Beteiligung der Anwohner grundsätzlich entschieden:
Die Golzheimer Heide wird zwischen Krönerweg und Breisacher Straße dauerhaft zur Einbahnstraße mit Fahrtrichtung Breisacher Straße. Eine Alternative soll lediglich „geprüft werden.“
Für Anwohner der Golzheimer Heide und weiterer Straßen bedeutet das: Sie müssen das ganze Jahr über – also auch an Wochenenden und in den Schulferien - Umwege und mehr Verkehr hinnehmen.
- Der RVDU sagt „Nein“ zu dieser Entscheidung weil sie unverhältnismäßig zu Lasten der Anwohner geht.
- Der RVDU akzeptiert einen Test an Schultagen mit zeitlich begrenztem Einfahrverbot von der Breisacher Straße.
- Der RVDU fordert für die Erarbeitung weiterer Schritte erneut einen „Runden Tisch“, zu dem auch die Anwohner eingeladen werden.
Die aktuelle Situation auf insgesamt zehn Schulwegen
Der Beschluss der BV6 und die Konsequenzen
Warum ist die Einbahnstraßen-Regelung unverhältnismäßig?
Bei diesen Forderungen bleibt der RVDU!
Erhöht die Einbahnstraße die Sicherheit der Kinder?
Warum sind "Elterntaxis" so problematisch?
Diskussionvorschläge für einen "Runden Tisch"
Die aktuelle Situation auf insgesamt den Schulwegen
Auf dem Weg zu den Schulen, Einrichtungen und Wohnungen an der „Golzheimer Heide“ und am Krönerweg werden rund zehn Schulwege zwischen Eckenerstraße, Kalkumer Straße und Dünenweg zusätzlich zu den Anwohnern, von Schul- und Kita-Kindern, ihren Begleitpersonen und „Elterntaxis“ genutzt.
An der "Golzheimer Heide" und am Krönerweg liegen
• die Grundschulen Elsa-Brandström und die St.-Bruno mit rund 450 Schülerinnen und Schülern (blaue Fläche)
• das AWO-Familienzentrum und mit etwa 70 Kindergartenplätzen (gelbe Fläche)
• die Lebenshilfe-Wohnstätte (rote Fläche),
• Ein- und Mehrfamilienhäuser mir ca. 340 BewohnerInnen (hell umrandete beige Flächen)
• die Kleingartenanlage „Auf der Heide“ (grüne Fläche, Zugang auch vom Dünenweg).
Die Zufahrt ist derzeit noch von Norden (Breisacher Straße) und und vom Süden (Kalkumer Straße/Rheinlandstraße bzw. Dünenweg) möglich.
Die Ausfahrt ist ausschließlich über ein 80 Meter langes Stück der Golzheimer Heide zur Breisacher Straße erlaubt. Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Der Beschluss der BV6 und die Konsequenzen

Die Golzheimer Heide soll laut einstimmigem Beschluss der BV6 auf einer Länge von 330 Metern zwischen Krönerweg und Breisacher Straße zur Einbahnstraße werden (blau-rote Linie).
Radverkehr bleibt in beiden Richtungen erlaubt.
Autos kommen dann nicht mehr von der Breisacher Straße aus, sondern ausschließlich über Rheinlandstraße und Dünenweg zu den Einrichtungen und Wohnbereichen.
"Elterntaxis" müssen zwar teilweise Umwege fahren, kommen aber besser vorwärts.
Zusätzlich wird im Beschluss „die Verwaltung gebeten, zu prüfen“, ob als Alternative von Montag bis Freitag von 7:30 Uhr bis 9:30 Uhr die Zufahrt von der Breisacher Straße in die „Golzheimer Heide“ gesperrt werden kann – wenn nicht sofort, dann eventuell später.
(Den gesamten Beschluss mit Ergänzungen lesen Sie hier).
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Warum ist die Einbahnstraßen-Regelung unverhältnismäßig?
Die Einbahnstraßen-Regelung ist 5 1/2 Monate im Jahr (Ferien, Feiertage, Wochenende) überhaupt nicht erforderlich, belastet aber durchgehend den Anwohnerverkehr. Anders ausgedrückt: Nur an rund 200 Tagen (6 ½ Monate) erhöht sie für wenige Stunden die Sicherheit für Schulkinder.
Die Politiker der BV6 haben zwar um die „Prüfung“ einer weniger belastenden Alternative mit zeitlich begrenztem Einfahrtverbot von der Breisacher Straße her „gebeten“, überlassen es aber der Verwaltung, ob und wann sie diese einführt.
Nach bisherigen Erfahrungen muss man wohl davon ausgehen, dass im ersten Schritt die Einbahnstraße kommt und die „Prüfung“ und ggf. Umsetzung der Alternative dauert.
Bei diesen Forderungen bleibt der RVDU!
- Einberufung eines „Runden Tisches“ mit a l l e n, die von der Einführung geänderter Verkehrsregeln betroffen sind.
- Entscheidungen, die auch von den Anwohnern akzeptiert werden können.
- Offenlegung von Gutachten zu Verkehrsfluss, Sicherheit, Fußgänger- und Fahrradbelangen sowie Anliegerinteressen.
- Maßnahmen zur Reduzierung der "Elterntaxis" und den Ausbau sicherer Schulwege für Kinder, die zu Fuß, per Rad oder Roller unterwegs sind.
Mit der Erprobung einer zeitlich begrenzten Einfahrsperre von der Breisacher Straße in die „Golzheimer Heide“ an Schultagen ist der RVDU einverstanden.
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Erhöht die Einbahnstraße die Sicherheit der Kinder?
Die Einbahnstraßenregelung soll laut Verwaltungsvorlage „dem teils trubeligen Verkehrsaufkommen im Schulbereich entgegenwirken“. Das entstehe insbesondere dadurch, dass parkende Autos an vielen Stellen eine Fahrspur blockieren, Fahrzeuge im Gegenverkehr in Hauseinfahrten und sogar auf Bürgersteige ausweichen. Dadurch würden Schulkinder und Begleiter, die zu Fuß, per Rad oder Roller unterwegs sind, oft von der Fahrbahn abgedrängt oder auf Bürgersteigen gefährdet.
Dazu der RVDU: „Trubelig“ bleiben wird es trotz Einbahnstraßenregelung vor der Einmündung der Golzheimer Heide in die Breisacher Straße (Foto). Die schmale Rest-Fahrbahn neben parkenden Autos ermöglicht auch als Einbahnstraße keinen ausreichenden Sicherheitsabstand zwischen Autos und entgegenkommenden Fahrrädern. Die Ausweichmanöver auf den Bürgersteig dürften allerdings entfallen, weil von der Breisacher Straße aus keine Autos einfahren dürfen.
Kritischer werden könnte die Lage an der Ecke Rheinlandstraße/Krönerweg/An der Golzheimer Heide. Durch Radfahrer in beiden Fahrtrichtungen und mehr Verkehr aufgrund des Einfahrverbotes von der Breisacher Straße erhöht sich die Zahl der Autos und „Elterntaxis“.
Um Radfahrende und Kinder schon jetzt besser zu schützen, schlägt der RVDU anstelle der allgemein gültigen Rechts-vor-links-Regel an der Einmündung Rheinlandstraße zeitnah das Verkehrszeichen „Vorfahrt gewähren“ (umgedrehtes Dreieck) und Fahrbahnmarkierungen vor.
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Warum sind „Elterntaxis“ so problematisch?
Neben den Autos der Anwohner werden die Straßen regelmäßig u. a. von Besuchern, Handwerkern, Paketdiensten, Müllwagen, Ver- und Entsorgungsdiensten, Lehrkräften und anderen Beschäftigen befahren. Dazu kommen zu den Anfangs- und Schlusszeiten der Schulen zahlreiche so genannte „Elterntaxis“.
Am Steuer von Elterntaxis sitzen Eltern, die ihre Kinder mit ihrem Auto zur Schule fahren, damit diese nicht von anderen Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren, angefahren werden. (Foto: Symbolbild, KI-generiert)
Dabei verstoßen viele - insbesondere in den Zugangsbereichen beider Grundschuen - immer wieder gegen Halteverbote, parken und halten auf Gehwegen, missachten Durchfahrts- und Einfahrverbote, lassen Kinder in Halteverbotszonen aussteigen und an markierten Stellen nicht über die Straße. So gefährden sie letztlich den Schulweg aller Kinder. Ihr Verhalten erzeugt auch bei anderen Verkehrsteilnehmern Stress-Situationen und damit weitere Unfallgefahren.
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Mit Schildern und Fahrbahnmarkierungen wurden die Zugänge zu den Schulen teilweise sicherer gestaltet. Die Polizei kontrolliert regelmäßig.
Das Problem: „Elterntaxis“ und andere VerkehrsteilnehmerInnen lassen sich sogar dadurch nicht vom Fehlverhalten abschrecken.
An der Breisacher Straße wurde eine Hol- und Bringzone eingerichtet. Hier sollen Autos nur zum Aus- und Einsteigen der Kinder halten.
Das Problem: Immer wieder parken Eltern dort länger als 3 Minuten, begleiten ihre Kinder bis zum Schultor und blockieren so den Bereich.
Es wurden „Laufbus“-Haltestellen an der Kehler Straße und an der Brunokirche eingerichtet, an denen sich Kinder treffen und mit einer Begleitperson zur Schule gehen.
Das Problem: Begleitpersonen stehen nicht regelmäßig zur Verfügung.
Die Schulen bitten Eltern immer wieder, auf „Elterntaxis“ im Bereich der Schule zu verzichten und mit ihren Kindern gemeinsam Schulwege mit Bus und Straßenbahn, zu Fuß oder mit dem Rad zu erkunden und zu erproben.
Das Problem: Eltern stufen Fußwege als gefährlich oder unzumutbar ein. Sie nehmen sich oft nicht die Zeit, Schulwege mit ihren Kindern gemeinsam zu erkunden. Viele verbinden den ohnehin notwenigen Weg mit dem Auto zur Arbeit mit einem Umweg zu den Grundschulen.
Der RVDU hatte allen Mitgliedern der Bezirksvertretung einen „Runden Tisch“ vorgeschlagen. Diese Idee wurde von den Parteien und auch von der Verwaltung positiv bewertet.
Zu einer internen Gesprächsrunde der BV6-Parteien und der Verwaltung wurden dann zwar Elternvertreter eingeladen, nicht aber der RVDU. Das bedauern wir sehr.
Der RVDU setzt sich dennoch weiterhin dafür ein, dass die Schulwege für Kinder zu Fuß, dem Fahrrad oder auf dem Roller sicherer werden.
Dabei müssen auch die Interessen der Anwohner berücksichtigt werden. Notwendige Einschränkungen dürfen nur an Schultagen gelten und müssen zeitlich auf das unbedingt erforderliche Maß begrenzt sein.
Die jetzt beschlossene Einbahnstraßenregelung ist unverhältnismäßig und damit unzumutbar.
Der RVDU sammelt weiter Informationen und Meinungen zum Thema und bittet Mitglieder und Interessenten, weitere Themenvorschläge per E-Mal zu senden an
Diskussionvorschläge für einen "Runden Tisch"
Bisher haben sich bereits eine ganze Reihe von Mitgliedern, Anwohnern und Eltern gemeldet. Hier einige Auszüge, die der RVDU zur Diskussion bei einem "RundenTisch" einbringen wird:
- großflächige Einbahnstraßenregelung für alle Straßen des Gebietes
- Schwellen zur Verlangsamung der Geschwindigkeit
- Treffpunkte für „Laufbusse“ deutlich beschildern, von beiden Grundschulen nutzen und zusätzliche Haltestellen einrichten.
- „Schulweghelfer“ einsetzen, die bereits 2015 der BV6 seitens der Verwaltung vorgeschlagen wurden.
- Montags bis freitags zwischen 7:30 und 9 Uhr zwischen 7:30 und 9 Uhr Verbot der Einfahrt von der Breisacher Straße in die „Golzheimer Heide“. eine Durchfahrtssperre zwischen Golzheimer Heide und Rheinlandstraße laut NRW Schulstrassen-Erlass.
- Durchfahrtssperren mit herausnehmbaren Pollern zwischen Golzheimer Heide und Rheinlandstraße (wurde schon einmal von der Bezirksvertretung abgelehnt).
- Versetzung der Durchfahrtssperre auf dem Krönerweg in Richtung Golzheimer Heide, damit AWO-Kindergarten und Lebenshilfe-Einrichtung auch von Westen her mit KFZ erreichbar sind.
- Golzheimer Heide und Krönerweg als Fahrradstraßen ausweisen
- auf keinen Fall eine Öffnung des Krönerweges, die einen Schleichweg zwischen Unterrath und Stockum wieder öffnen sowie eine erhöhte Gefährdung der Kitakinder und BewohnernInnen der Lebenshilfe bedeuten würde
- Schrankenlösung für die Zufahrten zum Parkplatz vor dem Eingang der Elsa-Brandsström-Schule und dem Rumpfstück Richtung Grünzug. Zugangscodes nur für Anwohner und Schulpersonal
- Hol- und Bringzone als „Rundverkehr“ für Elterntaxis zwischen TuS-Rollhockey-Halle und Projektbüro U 81 mit gesichertem Übergang Eckenerstraße zum Grünzug Richtung Schulen und KITA.
Ganz wichtig sind fast allen, die sich bisher zu Wort gemeldet haben, regelmäßige Kontrollen und die konsequente Ahndung von Verstößen.
Jahreshauptversammlung 2025
Die Neuwahl des Vorstandes, diverse Stadtteilfragen und das stets aktuelle Thema „Mein sicheres Zuhause“ standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung 2025.
Die RVDU-Vorsitzende Luzia Busemann begrüßte in der Turnhalle des TuS Nord 42 Mitglieder und als Gäste die Ratsherren Peter Rasp und Dirk-Peter Sültenfuß mit Ehefrau Christa (beide Bezirksvertretung 6), die Leiterin der Bezirksverwaltungsstelle 6, Luisa Krechel, sowie die für die BV6 gewählte Vertreterin des Seniorenrates, Dr. Notburga Bäcker.
1. Vorsitzende Luzia Busemann beim Bericht des Vorstandes in der TuS-Turnhalle.
Am Anfang stand das Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Anneliese Geisler, Bärbel Penath, Alfons Lachenicht, Birgit Bresgen, Herbert Reddig, Helga Karsch und die Ehrenvorsitzende Christa Stichel.
Bei der turnusmäßigen Neuwahl des Vorstandes wurden wiedergewählt: die 1. Vorsitzende Luzia Busemann, der 2. Vorsitzende Joachim Wohland, die 1. Kassiererin Annette Kämpfer, die 2. Kassiererin Julia Wohland und der 1, Schriftführer Manfred Busemann. Als 2. Schriftführer neu in den Vorstand gewählt wurde Stefan Manns.
Der Vorstand es RVDU (vorne von links): Joachim Wohland (2. Vors.), Manfred Busemann (1. Schriftf.), Luzia Busemann (1. Vors.), Julia Wohland (2. Kass.), Annette Kämpfer (1. Kass.), hintere Reihe: Stefan Ebling (Beis.), Manfred Hövel (Beis.), Stefan Manns (2. Schriftf.), Michael Schiefke (Beis.). Nicht auf dem Foto (verreist) die Beisitzer Björn Bähren, Joachim Rinke und Andreas Weyl.
Für den vielfältigen Einsatz seiner journalistischen Fähigkeiten bei der Gestaltung der RVDU-Homepage für die Homepage des RVDU sowie für Recherche und Texterstellung zu für Unterrath relevanten Themen ernannte die Mitgliederversammlung Hans-Dieter Budde Ehrenmitglied - auf dem Foto mit der 1. Vorsitzenden Luzia Busemann
Weitere Details zu Vorstandsberichten und Beschlüssen der Jahreshauptversammlung lesen Sie hier im Protokoll.
Riegel vor – für ein sicheres Zuhause
Kriminalhauptkommissarin Melanie Dahmen vom Polizeipräsidium Düsseldorf (Foto) informierte über Schwachstellen im Einbruchschutz und Möglichkeiten, das Zuhause sicherer zu machen. „Ein Einbruch kann Ihr Leben verändern“, warnte die erfahrene Polizistin, „deshalb sichern Sie Ihr Zuhause - damit es Ihr Zuhause bleibt!“
Einbrecher stiegen zu jeder Tageszeit ein. Häufig geschehe das tagsüber, wenn die Bewohner „nur mal kurz weg“ sind. In den Wintermonaten machten sie sich die früh einbrechende Dunkelheit zu nutze. Die Täter nutzen jede günstige Gelegenheit. Aber sie hätten es immer eilig, und darum müsse man ihnen den Zugang zur Wohnung so schwer machen wie möglich.
Mit der Kampagne „Riegel vor“ gegen den Wohnungseinbruch wolle die Polizei in NRW den Tätern - unter Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger - einen Riegel vorschieben. Kern sei eine dreifache Regel:
- Achten Sie auf verdächtige Personen und Situationen.
- Rufen Sie im Verdachtsfall sofort die Polizei über 110.
- Lassen sie sich neutral und kostenlos von Ihrer Polizei zum Einbruchschutz beraten.
Wichtige Informationen und Beratung vor Ort biete die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle an der Luisenstraße 2 im LVA-Hochhaus am Südende der Königsallee nahe der Rheinbahn-Haltestelle „Graf-Adolf-Platz U“. Unter der Telefonnummer 0211 870 68 68 können Fragen gestellt und Beratungstermine vereinbart werden. Die Sprechzeiten und Öffnungszeiten für Besucher sind Montag bis Freitag von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr sowie jeweils am 1. Samstag im Monat von 10:00 bis 15:00 Uhr.
Endlich Baupläne für "Schmuddelecke"
Aktualisiert: 8. November 2024
Nach vielen Jahren endlich Hoffnung auf eine Lösung für eine der schlimmsten Unterrather Schmuddelecken: An der Ecke Kalkumer Straße/An der Piwipp soll ein bis zu sechsgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit Einzelhandel im Erdgeschoss, Service-Apartments und Tiefgarage entstehen. Die Bezirksvertretung genehmigte jetzt eine entsprechende Bauvoranfrage des Eigentümers. Wann gebaut wird und ab wann das Gebäude bezogen werden ist noch offen.
So sieht es zurzeit an der Ecke Kalkumer Straße/An der Piwipp aus. Der rot umrandete Bereich soll abegrissen und neu bebaut werden.
Verschmierte Wände, verklebte Schaufenster, leere Wohnungen – der Flachbau und das viergeschossige Eckhaus östlich der Straßenbahnhaltestelle „An der Piwipp“ verkommen seit Jahren. Bürger beklagten immer wieder, dass der „Schandfleck“ nicht beseitigt wird. Politik und Verwaltung zeigten sich machtlos und verwiesen auf die Rechte des Eigentümers.

Auf dem rund 1100 Quadratmeter großen Grundstück Kalkumer Straße 2 und 4 sowie An der Piwipp 125 (neben Metzgerei Wendel) entsteht laut Vorlage der Stadt ein vier- bis fünfgeschossiger, bis 19 Meter hoher Gebäuderiegel einem ausgebauten Walmdach. Die maximale Höhe orientiert sich am bis auf wenige Zentimeter gleich hohem Gebäude Bielefelder Straße 12. Seitlich ist der Neubau auf Höhe der Nachbarbauten abgestuft.
Im Erdgeschoss, das bis zu 50 Meter in das Baugrundstück hineinreicht, ist Einzelhandel zur Nahversorgung mit Lebensmitteln, Kosmetika und Ähnlichem geplant.
Darunter entstehen eine Tiefgarage mit 23 Stellplätze sowie Keller- und Nebenräume.
Darüber sollen die Obergeschosse als Service-Appartements, z.B. für Studenten oder Monteure genutzt werden, die vorübergehend bei Firmen eingesetzt sind. Die Appartements sind zwischen 37 m² und 96 m² groß, möbliert und mit Küchenzeilen ausgestattet. Die Mietdauer soll maximal sechs Monate betragen. Das heißt: Es ist eine rein gewerbliche Nutzung der Appartements geplant.
Weil es weder "normale" noch sozial geförderte Wohnungen geben soll, hat die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Pläne in der Bezirksvertretung 6 abgelehnt, wurde aber von der Mehrheit überstimmt. Der Bauherr kann jetzt seine Entwurfspläne konkretisieren und die Baugenehmigung einreichen.
Diese Ansicht des Bauplans von der Kalkumer Straße aus macht deutlich, um wie viel größer der Neubau gegenüber dem bisherigen Baurvolumen ausfällt (Graue Fläche, rot umrandet).
Foto: Budde Panskizzen: Stadt Düsseldorf/Bauaufsichtsamt, grafische Markierungen: Hans-Dieter Budde
Jahreshauptversammlung 2024
Die Neuwahl der Beisitzer, diverse Stadtteilfragen und das hochaktuelle Thema Betrügertricks an der Haustür und am Telefon standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung 2024.
Die RVDU-Vorsitzende Luzia Busemann begrüßte in der Turnhalle des TuS Nord 48 Mitglieder und als Gäste Bezirksbürgermeisterin Birgit Schentek, die Ratsherren Peter Rasp und Dirk-Peter Sültenfuß mit Ehefrau Christa (Bezirksverterung 6) sowie die für die BV6 neu gewählte Vertreterin des Seniorenrates, Dr. Notburga Bäcker.
Am Anfang stand das Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Franz Conraths, Karin Unger, Rolf Hennemann, Monika Voss, Werner Kraushaar und Hans-Joachim Hibel.
Bei der Neubesetzung des erweiterten Vorstandes reiht sich jetzt Jochen Rinke in die Liste der Beisitzer ein. Er sucht neue Herausforderungen für die Zeit nach dem Berufsleben.
Weitere Details zu Berichten und Beschlüssen der Jahreshauptversammlung lesen Sie hier im Protokoll.
Kriminalhauptkommissarin Martina Sandfort auf der RVDU-Jahreshauptversammlung.
Gut gewappnet gegen Trickbetrüger
Wenn das Telefon läutet oder wenn es an der Haustür klingelt, ist immer Vorsicht geboten. Zumindest solange man nicht weiß, wer da was will. Jeder, der in guter Absicht anruft oder vor der Tür steht, hat Verständnis für Misstrauen. Nur Menschen mit bösen Absichten lassen nicht locker.
Hochinteressant, kompetent, informativ und auch unterhaltsam stellte Kriminalhauptkommissarin Martina Sandfort vvon der Kripo Düsseldorf ein Präventivprogramm für mehr Sicherheit zu Hause vor. Hier drei Grundregeln:
- Wenn am Telefon keine oder eine unbekannte Nummer des Anrufers erscheint: Erst einmal nur mit „Hallo“, aber nie mit Namen melden. Und wenn der Anrufer fragt: „Sind Sie Herr…?“ oder
„Sind Sie Frau…?“ und Ihren Namen nennt, nicht bestätigen und erst einmal zurückfragen: „Wer sind Sie und was wollen Sie?“. Im Zweifel auflegen. - Haus- und Wohnungstür erst öffnen, wenn man wirklich weiß, wer davor steht. Man kann durch die geschlossene Tür fragen, hilfreich sind „Türspion“ oder Kette/Riegel, um die Tür erst einmal einen Spalt zu öffnen. Wichtig: Keine Fremden hereinlassen und sich nicht von angeblichen Notfällen bedrängen lassen. Im Zweifel die Tür schließen und den Polizei-Notruf „110“ wählen.
- Wenn „die Polizei“ anruft oder gar vor der Tür steht und nach Geld oder Wertsachen fragt, sofort auflegen/Tür schließen und den Polizei-Notruf „110“ wählen.
Mehr zu Themen wie Internetkriminalität, Trickdiebstahl (z. B. durch Handwerker „Stadtwerke“ oder Behörden), Enkeltrick oder Schockanrufe erfahren Sie in einem Flyer rechts, den Sie hier downloaden können. Enthalten ist ein „Stop“-Schild wie auf dem Foto von Kriminalhauptkommissarin Martina Sandfort (oben) zum Ausdrucken und Aushängen an der Haustür oder neben dem Telefon.
Diese und weitere Info-Broschüren können Sie persönlich bei der RVDU-Vorsitzenden Luzia Busemann an der Golzheimer Heide 15 abholen. Bitte für eine Terminabsprache 0211 / 41 43 06 anrufen oder E-Mail schicken an
Viele weitere Tipps gibt es auf dieser Website der Polizei. http://www.polizei-beratung.de
Fotos: Hans-Dieter Budde
Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes